Internationale Zusammenarbeit

Der Lehrstuhl für Bodenordnung und Landentwicklung pflegt unter der Federführung von Prof. Holger Magel weltweit Kontakte zum Aufbau und Erhalt einer internationalen Lehre und Forschung. Initiativen wie Summer Schools, Kooperationen und Netzwerke liefern einen wichtigen Beitrag zum capacity building. Sie dienen dem Austausch von Studenten, Dozenten und wissenschaftlichen Projektbearbeitern, die ihr Fachwissen auf internationaler Ebene weiter entwickeln wollen.

Einige Beispiele:

Kambodscha

Seit einigen Jahren beteiligt sich das Centre of Land, Water and Environmental Risk Management an der mittlerweile internationalen Summer School in Phnom Penh, unterstützt von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem einflussreichen Council for Land Policy (CLP). Nicht zuletzt die Die Royal University of Agriculture (RUA) ist hocherfreut über diese Zusammenarbeit, welche nicht nur für die dortige akademische Szene, sondern auch für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einen ernomen Stellenwert hat. Immerhin rekrutieren sich aus den RUA-Studenten spätere Mitarbeiter der Landmanagement-Verwaltung Kambodschas und der GIZ sowie inzwischen eine stattliche Anzahl von Masterstudenten des Studiengangs Land Management and Land Tenure an der TUM.

Renmin University of China, Peking

Seit Oktober 2006 gibt es eine offizielle Partnerschaft zwischen der Eliteuniversität Renmin in Peking, hier dem Department of Land and Real Estate Management, und dem Centre of Land and Environmental Risk Management der TUM. Im Hinblick auf die vielfältigen Beziehungen zwischen Chinas Universitäten und dem Lehrstuhl (es studieren seit Jahren Masterstudenten aus China im postgraduate Studiengang Land Management and Land Tenure sowie Bachelor- und Masterstudenten in den Studiengängen Geodäsie und Geoinformation, Transportation Systems, Landnutzung) ist ein intensiver Austausch in Forschung und Lehre vereinbart.

Konkrete Auswirkungen zeigten sich bereits 2007, als die Professoren Ye Jianping und Qu Weidong an der vom Lehrstuhl ausgerichteten Konferenz über ländliche Räume in Bayern und Shandong anlässlich der 20 Jahre Partnerschaft Feierlichkeiten teilnahmen und viel beachtete Referate hielten. Eine Steigerung erfährt diese Kooperation mit dem Forschungsaufenthalt von Prof. Qu Weidong von 2008 bis 2011, welches von der Humboldt-Stiftung finanziert wurde. Prof. Qu Weidong ist 2013 zum TUM Ambassador ernannt worden.

Mongolei

Mit der Mongolei, d.h. mit den dortigen Universitäten sowie der staatlichen Verwaltung für Vermessung und Registrierung (ALAGaC) bestehen seit Jahren enge Verbindungen. Seit 2005 haben Prof. Magel und Dr. Klaus mehrmals auf der Summer School der National University of Mongolia Vorträge über Urban and Rural Development, Partizipation, Bauleitplanung, Landmanagement, Landschaftsplanung gehalten. Bei einem Spitzentreffen mit dem zuständigen Minister kam es zur Idee, in der Mongolei erstmals ein Seminar über ländliche Entwicklung zu veranstalten. Dieses Seminar wurde im Herbst 2008 in Ulan Bator unter Mitwirkung von Prof. Magel veranstaltet.

Daneben entsenden die staatliche Vermessungsbehörde ALAGaC und die National University of Mongolia seit Jahren ihren akademischen und beruflichen Nachwuchs zum Masterstudium Land Management and Land Tenure nach München. Die von Hanns-Seidel-Stiftung und DAAD unterstützten graduierten Master stellen nach ihrer Heimkehr für die universitäre Kooperation wie auch für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in der Mongolei eine äußerst wertvolle Hilfe dar.

Wie fruchtbar die Zusammenarbeit mit der Mongolei bereits ist, hat sich auch bei der internationalen Konferenz des Lehrstuhls „Policy meets Land Management“ im April 2008 in München gezeigt: Der Chef von ALAGaC, Prof. Dr. Batsukh Shairai, hat überzeugend den Nutzen der Universitären wie auch projektorientierten Zusammenarbeit mit der TU München - insbesondere mit dem Lehrstuhl für Bodenordnung und Landentwicklung - dargestellt und für Fortführung und Intensivierung geworben.